Farbwelt aus dem Design System: Blau #447796 und #2F5A72 (Weg A), Orange #D95F1D als Akzent unter 15 %. Wortmarken in Nunito Sans, voller Firmenname in jedem Haupt-Lockup. Jede Richtung zeigt Bildmarke solo, beide Lockups, 32/24 px unskaliert, Schwarz, Negativ und den Koexistenz-Test neben der Marke der Baugenossenschaft der Bundespostbeamten. Keine Vorauswahl.
Die vertraute Gipfelkontur wird auf zwei gleichgewichtige Anstiege reduziert, die in einer gemeinsamen Oberkante zusammenlaufen — zwei Häuser, eine Linie. Trägt am stärksten die Verlässlichkeit: maximale Wiedererkennung bei ruhigerem, ausgewogenem Stand.
Zwei kubische Volumen in Höhenstaffelung, verbunden durch ein durchlaufendes Fensterband; die Traufkante des kleineren Hauses läuft im größeren weiter — die Verschmelzung liegt in der Architektur, nicht in einem Piktogramm. Trägt am stärksten die regionale Verwurzelung.
Das P trägt in seiner Punze einen aufsteigenden Winkel — die vertraute Bewegung der Bestandsmarke, auf die kleinste Fläche gebracht. Trägt am stärksten die Beständigkeit; stärkster Kandidat für Favicon, Avatar und Stickerei.
Die Wortmarke trägt; zwei ruhige Horizontale in Orange und Blau zeichnen sie aus — Flachdach-Staffelung als minimales Signet. Trägt am stärksten das Institutionelle: zurückhaltend, modern, ohne erklärende Bildsprache.
Die Gründungszahl 1908 wird zur Plakette im Duktus der Zwanziger- und Dreißigerjahre — Beständigkeit über 115 Jahre als Anker im Lockup. Trägt am stärksten die Verlässlichkeit gegenüber langjährigen Mitgliedern.
Der Name steht jetzt zweizeilig als „Postbaugenossenschaft / München eG". Diese Runde nimmt die Schwunglinie auf, die NeuesHeim über sein Haus legt, und stellt die Dachreihe leicht in die Tiefe — die Silhouette bleibt die vermessene Zackenlinie der Bestandsmarke.
Der Bogen liegt über der Dachreihe, wie die Schwunglinie bei NeuesHeim über dem Haus liegt: eine Bewegung, die die Häuser zusammenfasst und sie als eine Genossenschaft klammert. Er steigt von links unten an und läuft nach rechts aus — dieselbe Leserichtung wie die flachen Anstiege der Bestandsmarke. Der Schwung ist die einzige Kurve im Zeichen; alles darunter bleibt gerade und ruhig, damit der Effekt nicht zur Masche wird. Orange trägt die Bewegung, Blau trägt den Bestand.
Prüfstein: zugewandt und gemeinschaftlich. Zu prüfen: freistehende Bögen brauchen im Kleinformat mehr Strichstärke — bei 24 px ist der Bogen hier bereits verstärkt.
Dieselben drei Häuser, aber nicht mehr frontal: sie werden nach rechts kleiner, ihre Traufen steigen an und die Grundlinie schwingt weg. Das ist keine Illustration, sondern eine Fluchtlinie — aus der Reihe wird ein Quartier, aus dem Zeichen ein Blick die Straße entlang. Die Staffelung in drei Tonwerten desselben Blaus erzeugt die Tiefe ohne zusätzliche Farbe. Der orange Bogen unten ist der Boden, auf dem alles steht, und bindet die Gruppe wieder zusammen.
Prüfstein: gemeinschaftlich und zugewandt, mit dem größten Bewegungsanteil. Zu prüfen: Tonwertstaffelungen gehen im Einfarbdruck und in der Gravur verloren — dafür braucht es eine Variante mit Trennfugen statt Tonwerten.
Das P wird hier nicht rechtwinklig gebaut, sondern leicht gestellt: der Stiel steht unten breiter als oben, wie eine Fassade, die man von unten sieht. Der Bogen ist ein echter Halbkreis mit gleichbleibender Wandstärke — freundliche Formenden statt spitzer Winkel. Der orange Schwung läuft vom Fuß des Stiels um den Bogen herum nach oben und macht aus dem Buchstaben eine Bewegung, ohne ihn zu überdecken. Von den Monogramm-Entwürfen ist das der wärmste.
Prüfstein: zugewandt und präzise. Zu prüfen: die Stellung des Stiels ist eine bewusste Unregelmäßigkeit — sie muss über alle Größen exakt gleich bleiben, sonst wirkt sie wie ein Fehler.
Alle vier Entwürfe stehen in der Farbwelt Weg A (Blau #2F5A72, Orange #D95F1D, Sandgrau #D9D3C7, Tiefblau #1A2E3A) und in Source Sans 3. Die Wortmarke ist überall gleich gesetzt: zweizeilig, „eG" untergeordnet, ohne URL. Unterschiedlich ist nur das Zeichen.
Grundlage der Formspuren A und C ist die vermessene Bestandsmarke: ihre Zacken steigen links flach mit rund 27° an und fallen rechts steil mit rund 66° ab, die mittlere Spitze ist die höchste, darunter läuft eine orange Grundlinie. Diese Winkel und dieser Rhythmus sind in den Entwürfen unverändert übernommen.
Die Zacken der Bestandsmarke sind hier nicht neu erfunden, sondern nachgemessen und zu Baukörpern geschlossen: flacher Anstieg links, steiler Abfall rechts, mittlere Spitze am höchsten — dieselbe Silhouette, nur als Fläche statt als Haarlinie. Aus den Bergen werden dadurch Dächer, aus der Landschaft wird Wohnen. Die Wiederholung von drei gleichen Modulen ist das Argument für Gemeinschaft, das höhere mittlere Haus gibt dem Zeichen eine Mitte und trägt den Akzent. Ohne Innenzeichnung bleibt die Form bei Stick, Gravur und 24 px stabil.
Prüfstein: bodenständig und gemeinschaftlich stark, präzise durch die durchgehend gleiche Dachneigung. Risiko: Häuserreihen sind ein häufiges Motiv in der Wohnungswirtschaft — eigenständig wird das Zeichen erst über die schräge Asymmetrie, die aus dem Bestand kommt.
Ein einzelner Zacken der Bestandsmarke wird hier groß gezogen und zum Giebel über einer Fassade — flach ansteigend, steil abfallend, wie im Original. Darunter vier gleich große Öffnungen: das Zeichen erzählt Wohnraum über die Fassade, nicht über eine Hausikone. Das eine orange Fenster ist der bewohnte Ort und gibt dem Akzent eine inhaltliche Begründung. Aus genau diesem Raster lässt sich das im Moodboard vorgeschlagene Sekundärmuster ableiten, das Drucksachen ohne zusätzliche Bilder trägt.
Prüfstein: präzise und gemeinschaftlich — viele Einheiten, ein Haus. Weil die Fensterstege im Kleinen zulaufen, gehört zu diesem Entwurf eine vereinfachte Kleinversion mit zwei Bändern statt vier Fenstern (links abgebildet).
Das „P" der Postbaugenossenschaft wird selbst zum Baukörper: Stiel und Bogen sind rechtwinklige Flächen in einer durchgehenden Wandstärke, die Punze ist ein rechteckiger Raum, der an der Stielkante ansetzt und über die ganze Breite gleich hoch bleibt. Auf dem Bogen sitzt das Dach als eigene orange Fläche — flach ansteigend, steil abfallend wie die Zacken der Bestandsmarke. Das Haus liegt damit auf dem Buchstaben, statt seine Öffnung zu verengen: der Akzent bekommt eine Fläche, der Buchstabe bleibt lesbar. Zwei Flächen und eine rechteckige Aussparung halten das Zeichen auch bei 24 px offen.
Prüfstein: präzise und bodenständig, am eigenständigsten von allen vier. Zu prüfen: ein Monogramm hat den größten Abstand zum heutigen Bild — es ist der Entwurf, der am meisten Erklärung braucht.
Dieselbe Dachreihe wie in 1a, aber negativ aus einer orangen Fläche geschnitten: nicht das Zeichen allein trägt die Marke, sondern das Feld. Auf Bauzaun, Magazincover und im Social Feed ist die Fläche schon von weitem als Absender lesbar, lange bevor die Form erkennbar wird. Der Radius folgt dem Buttonradius des Systems, das Zeichen ist damit unmittelbar als App-Icon und Profilbild einsetzbar. Blau bleibt die Grundfarbe der Kommunikation, das Feld ist der Auftritt.
Prüfstein: zugewandt und gemeinschaftlich, sehr günstig in der Produktion. Zu prüfen: große Orangeflächen brauchen Disziplin im Alltag — das Moodboard nennt genau diesen Punkt.
Alle Zeichen sind als Vektor konstruiert und liegen in positiv, negativ und einfarbig vor. Nicht enthalten: Reinzeichnung, Schutzraum, Mindestgrößen und Manual — das ist Schritt 3 im Moodboard.